Traditionelle paraguayische Küche: Chipa aus dem Thermomix

Was dem Bayern seine Breze, ist dem Paraguayer seine chipa: Zu jeder Gelegenheit wird sie gereicht, zu jeder Tageszeit lässt sie sich genießen, und auch für unterwegs ist sie überaus praktisch. Da unsere Kinder sie lieben, wagten wir uns an den Selbstversuch: chipas aus dem Thermomix.

Von Chipas gibt es verschiedene Sorten, und Vorsicht – eine ist gar kein Gebäck, sondern ein Auflauf. Unsere Wahl fiel auf die chipa almidón – also die Kringel und Brötchen mit Maniokstärke. Die zweite zentrale Zutat ist der queso paraguayo, eine Art fester Frischkäse. Den kaufen wir am liebsten frisch auf dem Wochenmarkt Hohenau.

Ihren Ursprung hat die chipa bei den Guaraní. Traditionell wird sie im Tatakuá gebacken, einem Lehmofen mit Holzfeuer.

Wir backen unsere chipas hingegen im Gasofen – was mangels Oberhitze eine ganz eigene Herausforderung ist. Den Teig machen wir im Thermomix. Entsprechend haben wir dieses paraguayische Originalrezept angepasst. Natürlich geht es mit ein wenig Freude am Kneten auch gut ohne technische Unterstützung bei der Teigherstellung. Los geht’s!

Zutaten:
500g Maniokmehl
125g weiche Butter
3 Eier
250g queso paraguayo
100ml Milch
1 TL Salz
1 TL Anissamen, wer möchte

Zubereitung:

  1. Rühraufsatz einsetzen, Eier 5 min bei 37 Grad auf Stufe 4 schaumig schlagen.
  2. Rühraufsatz entfernen. Butter würfeln, zugeben, 1 min auf Stufe 3,5 unterheben.
  3. Maniokmehl, Milch, Salz und ggf. Anis zugeben und 1 min bei Stufe 3,5 verrühren.
  4. Queso paraguayo klein würfeln und 10 sek mit Linkslauf auf Stufe 2 unterziehen.
  5. Kringel, Stangen oder kleine Semmeln formen und auf ein Backblech geben. Im Gasherd
    18 min bei 260 Grad auf der oberen Stufe backen plus 5 min grillen auf der unteren Stufe; dabei aufpassen, daß die chipas nicht zu dunkel gegrillt werden.

Am besten schmecken chipas noch ofenwarm. Die kluge Hausfrau macht also manchmal den Teig abends, lässt ihn über Nacht im Kühlschrank ruhen und zaubert morgens dann ganz entspannt frische chipas auf den Frühstückstisch. Obacht: Der Teig kann im Kühlschrank recht fest werden und lässt sich dann erstmal schwer formen. Absolute Profis mit Platz im Kühlschrank formen abends noch die chipas und stellen dann das ganze Backblech bis zum Morgen in den Kühlschrank. Die Backzeit muß dann unter Umständen angepaßt werden.

Guacamole – der optimale Begleiter für chipas

Genießertip: Unwiderstehlich werden ofenwarme chipas mit frischer Guacamole! Da kann selbst der Hausherr, der chipas sonst verschmäht, nicht widerstehen. (eddy2606)

Buen provecho!

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